Symptome und Diagnose von ADHS
Folgende Symptome sind bei ADHSlern häufig vorzufinden:
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Unaufmerksamkeit: Schwierigkeiten, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, besonders auf solche, die als langweilig oder routinemäßig empfunden werden.
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Hyperaktivität: Ständiges Zappeln oder Nicht-Stillsitzen-Können, auch in Situationen, in denen es erwartet wird.
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Impulsivität: Häufige Unterbrechungen anderer, Schwierigkeiten, auf den eigenen Zug zu warten, oder handeln, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.
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Desorganisation: Probleme mit der Zeitplanung, dem Verwalten von Aufgaben oder dem Halten von Sachen in Ordnung.
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Vergesslichkeit: Häufiges Vergessen von Aufgaben, Terminen, oder wo Gegenstände platziert wurden.
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Schwierigkeiten bei der Aufgabenerledigung: Beginnen oft viele Projekte, aber Schwierigkeiten, sie zu beenden.
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Zeitmanagement-Probleme: Schwierigkeiten, den Überblick über die Zeit zu behalten, oder chronisches Zuspätkommen.
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Reizbarkeit: Schnell frustriert oder gereizt sein, oft wegen kleiner Probleme.
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Mangelnde Aufmerksamkeit für Details: Häufige kleine Fehler in der Arbeit oder in den Hausaufgaben wegen Unaufmerksamkeit.
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Emotionale Schwankungen: Starke Stimmungsschwankungen und Schwierigkeiten, Emotionen zu kontrollieren.
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Geringe Frustrationstoleranz: Schnell frustriert oder aufgeregt sein, wenn die Dinge nicht nach Plan verlaufen.
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Motivationsprobleme: Schwierigkeiten, sich für Aufgaben zu motivieren, die keine sofortige Belohnung bieten.
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Schlafprobleme: Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Aufwachen, oder unruhiger Schlaf.
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Probleme mit sozialen Beziehungen: Schwierigkeiten, Freundschaften zu pflegen oder sich angemessen in sozialen Situationen zu verhalten.
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Selbstwertprobleme: Gefühle von Unzulänglichkeit oder ständige Selbstkritik.
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Schwierigkeiten mit der Feinmotorik: Probleme mit Aufgaben, die Präzision und Kontrolle erfordern, wie Schreiben oder das Zusammenbauen von kleinen Gegenständen.
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Überempfindlichkeit gegenüber Reizen: Einige Menschen mit ADHS können empfindlich auf sensorische Reize wie Geräusche, Lichter oder Berührungen reagieren.
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Risikobereitschaft und riskantes Verhalten: Tendenz zu riskantem oder impulsivem Verhalten, wie z. B. riskantes Fahren, Drogenkonsum oder ungeschützter Sex.
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Schwierigkeiten bei der Planung und Priorisierung: Probleme damit, zu entscheiden, welche Aufgaben zuerst erledigt werden müssen, und Schritte zur Fertigstellung von Projekten zu planen.
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Konzentrationsschwierigkeiten bei Hintergrundgeräuschen: Probleme, sich zu konzentrieren, wenn es Hintergrundgeräusche oder Ablenkungen gibt.
Diagnose von ADHS
Die Diagnose von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erfordert eine umfassende Bewertung durch einen qualifizierten Kliniker, wie einen Psychiater, Psychologen oder Kinderarzt. Diese Bewertung umfasst normalerweise eine Kombination aus verschiedenen Methoden, um ein vollständiges Bild der Symptome und ihres Einflusses auf das Leben des Individuums zu erhalten:
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Klinische Interviews: Diese können mit dem Einzelnen und gegebenenfalls mit Familienmitgliedern oder anderen Personen, die das Verhalten des Einzelnen gut kennen, durchgeführt werden. In diesen Interviews werden Fragen zu den Symptomen und zur Funktionsweise in verschiedenen Lebensbereichen gestellt.
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Verhaltensbeobachtung: Ein Kliniker kann das Verhalten eines Individuums direkt beobachten, oft in einer Schule oder in einem anderen Umfeld, in dem die Symptome auftreten.
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Psychologische Tests: Diese können verwendet werden, um spezifische Probleme mit der Aufmerksamkeit und Impulskontrolle zu identifizieren. Diese Tests können auch dazu dienen, andere Bedingungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen können.
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Physikalische Untersuchung: Eine körperliche Untersuchung kann durchgeführt werden, um andere medizinische Probleme auszuschließen, die die Symptome verursachen könnten.
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Bewertung der Entwicklungsgeschichte: Informationen über die Entwicklung des Individuums, einschließlich möglicher früherer Symptome von ADHS, können dabei helfen, die Diagnose zu unterstützen.
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Bewertung von Komorbiditäten: Viele Menschen mit ADHS haben auch andere psychische Störungen, wie Angststörungen, Stimmungsstörungen oder Lernstörungen. Eine Bewertung dieser Bedingungen kann zur Diagnose und Behandlungsplanung beitragen.