Unterschiedliche Therapieformen
Bei Erwachsenen mit ADHS haben sich verschiedene Therapieformen als hilfreich erwiesen, um die Symptome zu bewältigen und ein besseres Leben zu führen. Hier sind einige der häufigsten und wirksamsten Therapieansätze:
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Kognitive Verhaltenstherapie (CBT): Diese Therapieform konzentriert sich darauf, unerwünschte Denkmuster und Verhaltensweisen zu identifizieren und zu ändern, die bei ADHS-Betroffenen zu Schwierigkeiten führen können. CBT kann dazu beitragen, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit und Emotionsregulation zu verbessern und hilft bei der Bewältigung von Aufmerksamkeits- und Impulsivitätsproblemen.
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Psychoedukation: Die Vermittlung von Informationen über ADHS und dessen Auswirkungen auf das tägliche Leben kann Betroffenen helfen, ihre Symptome besser zu verstehen und geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
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Skills-Training: Dieser Therapieansatz konzentriert sich darauf, praktische Fertigkeiten und Strategien zu vermitteln, um mit ADHS-spezifischen Herausforderungen umzugehen. Dazu können das Erlernen von Zeitmanagement-, Organisations- und Planungsfähigkeiten sowie das Training sozialer Kompetenzen gehören.
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Achtsamkeit und Stressreduktion: Achtsamkeitsbasierte Therapieansätze wie die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) oder die Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) können dazu beitragen, Stress abzubauen, die Aufmerksamkeit zu verbessern und die Emotionsregulation zu fördern.
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Lösungsorientierte Kurzzeittherapie: Diese Therapieform konzentriert sich auf die Identifizierung und Nutzung der individuellen Stärken und Ressourcen des Betroffenen, um Lösungen für aktuelle Probleme und Herausforderungen im Zusammenhang mit ADHS zu finden.
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Gruppentherapie: Gruppentherapie kann den Betroffenen die Möglichkeit bieten, Unterstützung und Rückmeldung von anderen Personen mit ADHS zu erhalten, ihre Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
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Paar- und Familientherapie: Da ADHS auch Auswirkungen auf Beziehungen und Familienleben haben kann, kann eine Paar- oder Familientherapie hilfreich sein, um Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und konstruktive Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl der Therapie von den individuellen Bedürfnissen und Zielen des Betroffenen abhängt. In vielen Fällen kann eine Kombination aus mehreren Therapieansätzen am wirksamsten sein. Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Psychologen oder Therapeuten, der Erfahrung in der Behandlung von Erwachsenen mit ADHS hat, ist entscheidend für den Erfolg der Therapie.